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Kantonale News
Publiziert am 12. Jun 2026, 14:24 Uhr
News

Sommerempfang der HRK: Grenzüberschreitende Vernetzung auf dem Rhein

Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft beiderseits der Grenze folgten der Einladung der Hochrheinkommission (HRK) zum diesjährigen Sommerempfang. Dieser fand in besonderer Atmosphäre an Bord ein...
Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft beiderseits der Grenze folgten der Einladung der Hochrheinkommission (HRK) zum diesjährigen Sommerempfang. Dieser fand in besonderer Atmosphäre an Bord eines Schiffes statt. Der Sommerempfang bot eine besondere Gelegenheit, den Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu pflegen und aktuelle Herausforderungen sowie gemeinsame Perspektiven zu diskutieren. Regierungsrat und HRK-Präsident Patrick Strasser betonte, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vom persönlichen Austausch und vom gegenseitigen Verständnis lebe. Der Sommerempfang böte hierfür einen wichtigen Rahmen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Hochrhein. Mit Patrick Strasser diskutierten Markus Potzel, (deutscher Botschafter in der Schweiz), Sonja Hürlimann (Botschafterin und Chefin Länderbeziehungen, EDA) sowie Carsten Gabbert (Regierungspräsident des Regierungsbezirks Freiburg). Sie sprachen über die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Schweiz mit ihren Chancen und Herausforderungen und beleuchteten aktuelle Entwicklungen in der Grenzregion. Markus Potzel richtete den Blick auf die wachsende Komplexität unserer Welt – eine Zeit, in der die Sehnsucht nach einfachen Antworten zwar verständlich, jedoch selten ausreichend ist, um der Realität gerecht zu werden. Gerade hierin liege die besondere Stärke der Lokalpolitik: Sie ist nah an den Menschen, spürbar und unmittelbar wirksam im Alltag. Umso wichtiger sei es, diese feinen „seismographischen Schwingungen“ aufzunehmen und als Diplomat nach Brüssel und Berlin weiterzutragen, um dort Impulse für politische Veränderungen zu setzen. Carsten Gabbert zeichnete das Bild einer deutsch-schweizerischen Grenze, die längst mehr verbindet als trennt – ein gelebtes Beispiel für ein vertrauensvolles, grenzüberschreitendes Miteinander. Dieses eröffne die Chance, gemeinsam pragmatische und wirkungsvolle Lösungen für konkrete Herausforderungen zu entwickeln. So verwies Patrick Strasser auf ein besonders anschauliches Beispiel: die erste Schweizer Sirene in der deutschen Enklave Büsingen. Sie zeige die enge Zusammenarbeit über Grenzen hinweg und sorge zeitgleich dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger vor Ort gewarnt werden, wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft auf Schweizer Seite etwas geschieht. Der Sommerempfang unterstreicht die enge Verbundenheit der Akteurinnen und Akteure am Hochrhein und die Bedeutung gemeinsamer Lösungen für die Zukunft der Grenzregion. Durch die Vernetzung an Bord sind vielleicht bereits die nächsten grenzüberschreitenden Projekte angestoßen und neue Impulse gesetzt worden. Der Anker wurde hierfür zumindest sinnbildlich gelichtet. Die Hochrheinkommission Die Hochrheinkommission (HRK) ist eine partnerschaftliche Einrichtung zur Pflege der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Hochrhein. Partner der HRK sind die Kantone Aargau und Schaffhausen, das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Lörrach und Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee und die Planungsverbände Fricktal Regio und Zurzibiet.
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