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Kantonale News
Publiziert am 26. Mai 2026, 14:56 Uhr
News

Schaffhauser Modell zur Frühen (Sprach)Förderung – Startschuss für Vernehmlassung

Der Regierungsrat hat den Entwurf des Schaffhauser Modells zur Frühen (Sprach)Förderung zur Vernehmlassung freigegeben. Die Frist läuft bis zum 28. August 2026. Das Modell sieht konkrete Massnahmen zur flächendeckenden Umsetzung der Frühen (Spra...
Der Regierungsrat hat den Entwurf des Schaffhauser Modells zur Frühen (Sprach)Förderung zur Vernehmlassung freigegeben. Die Frist läuft bis zum 28. August 2026. Das Modell sieht konkrete Massnahmen zur flächendeckenden Umsetzung der Frühen (Sprach)Förderung im Kanton Schaffhausen vor. Die Bedeutung der Frühen Förderung, darunter auch die Frühe Sprachförderung für den Start in die Volksschule und die gesamte Bildungslaufbahn eines Kindes, ist gesamtschweizerisch in den letzten Jahren stärker in den Fokus gerückt. Auch im Kanton Schaffhausen wird eine Optimierung der schulischen Rahmenbedingungen gefordert. Das – vom Kantonsrat erheblich erklärte – Postulat 2017/9 der GPK fordert eine gesamtheitlich optimierte Lösung für die sprachliche Frühförderung (Deutsch als Zweitsprache). Gestützt auf das Postulat setzte der Kanton eine Projektorganisation mit Fachpersonen, Gemeindevertretenden und einer politischen Steuergruppe ein. Aufgrund der Aktivitäten auf Bundesebene und des Starts eines vierjährigen Pilotprojekts zur «Frühen Deutschförderung» der Stadt Schaffhausen wurde entschieden, zunächst deren Ergebnisse abzuwarten. Die Erarbeitung des Schaffhauser Modells erfolgte unter Einbezug von Fachpersonen, Gemeindevertretungen und einer politischen Steuergruppe. Das Modell basiert auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, den Erfahrungen anderer Kantone und Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt der Stadt Schaffhausen und weiteren Gemeinden. Der Regierungsrat setzt dabei auf ein umfassendes und ganzheitliches Paket zur Förderung von Kindern im Vorschulalter. Geplant sind eine Weiterbildungsoffensive für Fachpersonen, die stärkere Professionalisierung von Spielgruppen sowie ein erleichterter Zugang zu diesen. Zudem sollen Fachpersonen bei der Erkennung von Entwicklungsbedarf unterstützt und besser vernetzt werden. Auch sollen Gemeinden in der Entwicklung von Konzepten zur Frühen Förderung unterstützt werden. Weitere Schwerpunkte bilden die Sensibilisierung der Eltern für die familiäre Sprach- und Leseförderung sowie die Etablierung alltagsintegrierter Sprachförderung und der Fokus auf gute Übergänge in die Volksschule Für die Bereitstellung von Weiterbildungsangeboten wird mit jährlichen Kosten von 110'000 Franken gerechnet. Bei der Förderung des Besuchs von Spielgruppen mit hohen Qualitätsstandards ist mit jährlichen Unterstützungsbeiträgen für den Spielgruppenbesuch von 1,5 Mio. Franken auszugehen. Hinzukommt eine einmalige Anschubfinanzierung für die Qualitätsentwicklung der Spielgruppen in Höhe von total 46'000 Franken. Die Unterlagen gehen bis zum 28. August 2026 bei den Gemeinden, Parteien sowie den betroffenen Verbänden und Organisationen in die Vernehmlassung. Diese wird über die «E-Mitwirkung» durchgeführt. Nach Auswertung der Vernehmlassung wird die Vorlage bis Ende 2026 dem Kantonsrat unterbreitet.
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